EINFACH GUT WOHNEN IN KALK NORD
Der Wohndialog wird konkret: Ergebnisse der Bewohnerumfrage und Einrichtung eines Veedelshausmeisters präsentiert
Am Donnerstag, dem 17. November 2011, stellten die Partner des
„Wohndialog Kalk Nord” die Ergebnisse der von ihnen in Auftrag gegebenen Bewohnerbefragung vor und kündigten die Einrichtung einer Stelle für einen oder eine “Veedelshausmeister/-in” an (Ausschreibung hier). „Wir stellen uns jemanden vor, der die Ursachen der Probleme im Viertel durch seine Arbeit vor Ort aufspürt und mit allen Beteiligten und Zuständigen Lösungsansätzen entwickelt.” erläuterte Sybille Wegerich von der GAG bei der Veranstaltung im Bürgerhaus. Außerdem erklärte Herr Schnitzler vom Amt für Soziales und Wohnen, Fachstelle Wohnen die Funktion und Arbeitsinhalte des „Runden Tisch Quartiersentwicklung Kalk Nord.”
Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Timon Delawari begrüßte zunächst die Anwesenden. Circa 90 Bewohner, Engagierte und Interessierte aus dem Stadtteil folgten der Einladung der Sozialraumkoordination Kalk. Nachdem sich die Verantwortlichen vorgestellt hatten, erläuterte Katrin Wilbert vom Forschungsunternehmen empirica die Ergebnisse der Bewohnerumfrage. Hier gab es sowohl positives zu berichten wie die Zufriedenheit mit dem Versorgungsangebot und die hohe Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement, aber auch Unzufriedenheit mit dem Erscheinungsbild des öffentlichen Raums und der Wohnsituation für Familien. (Vollständiger Ergebnisbericht der Befragung und Präsentation zur Veranstaltung unter Beschreibung
Downloads).
Die Ergebnisse der Befragung sind eine wichtige Grundlage für die Arbeitsschwerpunkte des neuen „Veedelshausmeisters“. Gemeinsam mit den Partnern im Stadtteil und Ansprechpartnern bei der Stadt soll diese noch auszuwählende Person die Basis für eine stabile Nachbarschaft legen und bei Bedarf auch ganz pragmatische Hilfestellungen im Alltag leisten. Sie soll dazu beitragen, das vertrauensvolle Zusammenleben im Viertel zu fördern. Der Wohndialog hat sich zudem vorgenommen, einen brach liegenden Spielplatz neu zu gestalten, die Aufenthaltsqualität des Freiraums zu verbessern, eine Spielstraße aufzuwerten und die Einzeleigentümer für kleinere Investitionen in Leerstände und die Gestaltung ihrer Häuser zu motivieren.
Vielleicht gelingt es auf diesem Wege sogar, dass für die Nachbarschaft von allen Seiten mehr Verantwortung übernommen wird. Die sehr offene und auch kritische Diskussion im Anschluss zeigte, dass die Probleme in einzelnen Wohnungsbaubeständen und im Zusammenleben zwischen den unterschiedlichen Kulturen nicht von der Hand zu weisen sind. Sie stimmte die Organisatoren aber auch zuversichtlich: „Auch wenn der Veedelshausmeister bestimmt nicht alle Erwartungen wird erfüllen können, hat sich aber heute doch gezeigt, dass die Idee einen Versuch wert ist”, sagte Heinz Specks abschließend.
Teilnehmer der Diskussion waren die Partner des Wohndialogs: Sybille Wegerich (GAG Immobilien AG Köln), Ralf Kötter (Deutschen Annington), Guido Lenzen (GWG zu Köln), Thomas Tewes (Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 18888) sowie Franz Schnitzler (Amt f. Soziales und Senioren, Fachstelle Wohnen), Katrin Wilbert (empirica) und der Moderator Andreas Fritzen (BDA Köln).
Fotos:
Christopher Clem Franken






























