Jugend & Bildung in Kalk Nord
Wohin entwickelt sich der Bildungsstandort Köln Kalk, welche Bedarfe haben Schulen und Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten und freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit in Zukunft?
Statistische Zahlen zur Bildungssituation in Kalk sind alarmierend: 12,3% Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss (Köln=5,5%) und Übergänge in die Hauptschule von 34,8% (Köln=11,1%) lassen darauf schließen, dass der Bildungsstand unterdurchschnittlich ist (Quelle: Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Köln). Außerdem weist Kalk Nord einen erhöhten Kinder- und Jugendhilfebedarf auf. Vor allem die Schließung der Max-Albermann-Schule im Sommer 2012 und die ungeklärte Zukunft des Schulstandortes, sowie räumliche Bedarfe verschiedener Einrichtungen in Kalk Nord machen deutlich, dass eine Strategie entwickelt werden muss, die Akteure dabei unterstützt in Kalk bleiben zu können und die Entwicklung ihres Angebots bzw. ihrer Einrichtung zu fördern.
Daher ist es ist wichtig zu erfahren, was die Einrichtungen am Standort in ihrer alltäglichen Arbeit vor Ort bewegt, welche Trends sie erkennen, was ihnen auffällt und vor allem welche Entwicklungs- und Investitionsbedarfe sie haben, welche Netzwerke sie nutzen und welche Bildungspartner ihnen im Stadtteil fehlen, um gute Arbeit leisten zu können.
BILDUNGSKATALOG KALK
Mit Unterstützung der Bürgeramtsleitung Kalk und in enger Absprache mit den zuständigen Ämtern soll mit dem Bildungskatalog Kalk einen Beitrag dazu geleistet werden, die Kenntnis des Bestehenden und des Gewünschten zu schärfen. Es soll eine solide Informationsgrundlage geschaffen werden, auf der kommunale Investitionsentscheidungen bedarfsgerechter gefällt werden können. Ziel ist es, dass eine Verbesserung der Bildungssituation am Standort erfolgt und über den Ausbau und Kooperation der Bildungseinrichtungen bessere Bildungschancen für alle entstehen können.
In diesem Rahmen führt die Fachhochschule Köln, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE) mit dem Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung eine Erhebung bei Einrichtungen aus dem Feld Kinder- und Jugendhilfe sowie Schulen (d.h. Kindertageseinrichtungen, Schulen, außerschulische Kinder- und Jugendeinrichtungen, OGTS und weitere Bildungseinrichtungen) durch. Einen Übersichtsplan der Einrichtungen finden Sie
hier.
Dabei werden zunächst Ressourcen und Bildungsangebote im Stadtteil quantitativ erhoben und systematisiert. Vorhandene Netzwerke im Stadtteil werden herausgearbeitet, um Entwicklungs- und Investitionsbedarfe zu erkennen sowie bildungs-, jugend- und integrationspolitische Erkenntnisse abzuleiten, die eine Förderung vorhandener Strukturen ermöglicht.



