Die KALKschmiede* engagiert sich für eine lebendige Nachbarschaft in Kalk Nord. Sie will gemeinsam mit vielen Partnern einen Beitrag dazu leisten, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Kalks bessere Entwicklungschancen haben.
Dazu gehören gute und bezahlbare Wohnungen, ein öffentlicher Raum, in dem man sich gerne trifft, sich austauschen und spielen kann, eine aktive lokale Ökonomie mit Handel und Dienstleistungen in der Nachbarschaft und ein lebendiges, qualitätvolles Netz aus Bildungs- und Kultureinrichtungen.
In Zukunft wird die KALKschmiede* ihre Aktivitäten auf drei bis vier
Projekte konzentrieren, die Kalk Nord auf dem Weg zu einem einfachen und soliden Wohnstandort unterstützen sollen.
Die KALKschmiede* ist ein
Team aus Fachleuten, das Ideen mit neuen und etablierten Kräften im Stadtteil entwickelt: Vereine und Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Verwaltung und Politik. Sie bringt in diesen gemeinschaftlichen Prozess Menschen mit Ideen ein, die Zeit für den Stadtteil haben. Ihr stehen finanzielle Mittel zur Verfügung, um Prozesse und kleine Projekte gemeinsam mit anderen zu unterstützen. Sie kann außerdem Know-how von anderen, ähnlichen Projekten aus Deutschland organisieren.
Das Team wird von der Montag Stiftung Urbane Räume gAG aus Bonn finanziert. Wirksam wird die KALKschmiede* erst, wenn sie
Partner findet, die sich gemeinsam für den Stadtteil engagieren und ihre Ressourcen mit in den Prozess einbringen.
Warum Kalk Nord?
An vielen Ecken des Stadtteils Kalk waren in den letzten Jahren Unternehmer, Verwaltung und Bewohner aktiv: Der Kalker Süden wurde großflächig umgebaut, der Westen bekam den Bürgerpark und neue Wohnungen. Kalk Nord ist dabei in Teilen außen vor geblieben. Dadurch sind die Mieten niedrig geblieben, so dass auch ärmere Menschen sich das Leben dort leisten können. Dadurch gibt es aber auch Wohnungen ohne Heizungen, teilweise vernachlässigte öffentliche Räume und leerstehende Ladenlokale. Man kann beobachten, dass sich manche Bewohner nicht miteinander verständigen können, einige sich aggressiv verhalten, einige dringend Hilfe brauchen. Andere wiederum sind aktiv dabei, wenn es um die Zukunft ihrer Nachbarschaft und ihres Arbeits- und Wohnraumes geht und sind bereit, sich zu engagieren. In dieser Situation eine gute Balance herzustellen zwischen "sich leisten können" und "gut gemeinsam leben" ist nicht einfach. Den Weg kann niemand alleine beschreiten. Alle Partner müssen an einen Tisch und das betreiben, was die Fachleute "behutsame Stadterneuerung" nennen.
KALKschmiede* bisher – Stipendium
Die KALKschmiede* wurde im Rahmen eines
Stipendiums 2009/2010 aufgebaut. Die Stipendiatinnen haben den Stadtteil analysiert, die strategischen Grundlagen für das Projekt entwickelt und erste Projekte durchgeführt.


