Stipendium 2009/2010
Die Montag Stiftung Urbane Räume gAG hat Stipendien für Teams von bis zu drei Personen vergeben, die sich bereits qualifiziert in den Handlungsfeldern der räumlichen Planung engagiert haben. Die Stipendiaten beschäftigen sich mit einem Themenfeld, in dem konkrete Veränderungen zu erwarten sind und unabhängiges Nachdenken, Recherchieren, Entwickeln und Entwerfen gefragt ist. Das Stipendiatenprogramm wird in Partnerschaft mit einer Institution oder einem Unternehmen aus der Praxis vergeben. Mit dem Programm sollen konkrete Veränderungen in der gestalteten räumlichen Umwelt angestoßen sowie junge Wissenschaftler und Praktiker zur Verantwortungsübernahme befähigt werden.
Die Stipendiatinnen Isabel Finkenberger, Susanne Stübben und Sandra Bernien
Die Stipendiatinnen Sandra Bernien, Isabel Finkenberger und Susanne Stübben wurden im Mai 2009 ausgewählt. Sie haben ein Konzept unter dem Titel »BrückenBauen. Innovative Stadtteilentwicklung Köln Kalks« vorgelegt und sich vorgenommen, als interdisziplinäres Team an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichen Inhalten, praxisorientierten Umsetzungsstrategien, gesellschaftlichen Prozessen und Baukultur aktiv zu werden.
Im Rahmen des Stipendiums haben die drei die KALKschmiede* entwickelt. Im Laufe des Projekts haben sie verschiedene Formate zum Kennenlernen von Kalk und zum Einschätzen seiner Potenziale und Probleme erarbeitet:
- Die ersten Ortsbegehungen wurden in Form von Fotos festgehalten und als
»Spaziergänge durch Kalk« dokumentiert. - Um den Stadtteil Köln Kalk, insbesondere Kalk Nord, strukturell kennenzulernen und den Bestand zu erfassen, wurden einige
Karten gezeichnet, die eine andere bzw. neue Perspektive auf Kalk eröffnen. Unter anderem lassen sich hier Grünflächen, Verkehrsnetze, bauliche Strukturen und Nutzungen ablesen und beurteilen. - Mit Hilfe von
drei Hypothesen zur zukünftigen Kalker Entwicklung wurde mit veschiedenen Menschen aus Kalk in
Spiegelgesprächen diskutiert. - Über Interviews
»Fragen zu Kalk« konnten sich Menschen, die sich für Kalk interessieren und engagieren, zu Kalk spezifischen Themen äußern. - Die
Kalker Pläne wurden entwickelt, um aufzuzeigen, wo und was im Stadtteil gebaut oder räumlich verändert werden soll, welches Wissen über den Stadtteil schon vorliegen und welche Initiativen der Stadtteil bereits bietet. - Durch die
Schmieden haben im Sommer 2010 drei Orte im Kalker Norden temporär neue Bedeutungen und Aufenthaltsqualitäten erhalten. Die Umgestaltung dieser Orte mit Getränkekisten war ein erster Versuch, aktiv mit den Menschen im Quartier in Kontakt zu treten.
Erfahren Sie mehr im
Bericht über die Arbeit der KALKschmiede* in ihrer Analyse- und Konzeptionsphase.

